Gordon Grundler: „Wir kaufen nicht nur Objekte, wir investieren auch“

Gordon Grundler

Gordon Grundler
Gordon Grundler ist Mitglied des Vorstandes beim Emissionshaus Primus Valor und kennt den deutschen Immobilienmarkt seit Jahren. Wo man heute noch gute Lagen findet, welche Renovierungen echte Werte heben und warum es nicht immer die eigene Immobilie sein muss, erklärt der Experte im Interview mit Immobilientutor.
Immobilientutor: Sie sind Vorstand eines Emissionshauses, das sich auf Investitionen in Immobilien spezialisiert hat. Was sind die Vorteile dieser Anlageklasse?
Gordon Grundler: Immobilien konservieren einerseits Werte und bieten zugleich regelmäßige Renditen in Form von Mieten. Insbesondere im dicht besiedelten Deutschland sind Immobilien oft eine gute Geldanlage. Es ist auf lange Zeit absehbar, welche Lagen auch in vielen Jahren noch attraktiv sind. Das sind optimale Voraussetzungen für Investoren.
Immobilientutor: Sie sprechen gute Lagen an. Wo finden sich aus Ihrer Sicht gute Lagen?
Gordon Grundler: Da gibt es verschiedene Ansätze. Die großen Metropolen wie Berlin, München oder auch Hamburg und Frankfurt werden langfristig attraktiv bleiben. Sie als Immobilienportal mit einem Schwerpunkt auf Berlin wissen das ganz genau. Doch verfolgen wir von Primus Valor einen anderen Ansatz: Wir fokussieren uns seit 2007 auf attraktive Mittelzentren. Das sind Städte, die ihren Einwohnern sichere Jobs und eine gute Infrastruktur bieten. Als Beispiele sind Heilbronn, Fulda oder auch Wetzlar zu nennen. Wir haben uns vor acht Jahren bewusst für diese Strategie entschieden, um den ausländischen Investoren, die bereits damals auf den deutschen Markt drängten aus dem Weg zu gehen. Unterm Strich kombiniert dieser Investment-Ansatz eine konstante Nachfrage nach Wohnraum mit attraktiven Kaufpreisen.
Immobilientutor: Sind Ihnen Städte wie Berlin oder München zu heikel?
Gordon Grundler: Inzwischen ja. In Metropolen sind die Preise bereits sehr hoch. Da viele Mittelzentren mit hervorragenden Lagen glänzen und zugleich nicht so teuer sind, bieten sich kleinere Städte wie Heilbronn, Fulda oder Wetzlar geradezu an.
Immobilientutor: Sie haben Städte wie Heilbronn oder Fulda genannt. Was macht diese Lagen so interessant?
Gordon Grundler: Natürlich sind diese Städte nicht die erste Wahl für reiche Investoren aus China oder Griechenland. Das ist aber ein Vorteil. Mittelzentren wie Heilbronn beispielsweise bieten Menschen Jobs in verschiedenen Branchen. Weiterhin sind boomende Metropolen wie Stuttgart oder Frankfurt nicht weit. Hinzu kommt eine hohe Lebensqualität. Die Kommunen über die wir sprechen, verfügen in der Regel über solide Steuereinnahmen. Das macht sich beispielsweise in einem attraktiven Betreuungsangebot für Kinder sowie Freizeitangeboten bemerkbar. All das sind weiche Faktoren, die Immobilien attraktiv machen. Wir orientieren uns nicht am Anforderungsprofil ausländischer Investoren sondern an den Anforderungen potenzieller Mieter oder Käufer.
Immobilientutor: Wie funktioniert das genau?
Gordon Grundler: Nachdem wir uns Mittelzentren ausgesucht haben, die unseren Anforderungen an Arbeitsplätze und Infrastruktur gerecht werden, betrachten wir jedes potenzielle Investitionsobjekt aus der Mikro-Perspektive. Wie weit ist der Schulweg? Gibt es einen Öffentlichen Nahverkehr? Einkaufsmöglichkeiten? Eignen sich die Wohnungen auch für ältere Menschen? Wir versuchen mit diesem praxisnahen Blick diejenigen Objekte zu finden, in denen Menschen leben wollen. Das garantiert uns einen niedrigen Leerstand und unseren Investoren eine attraktive Rendite.
Immobilientutor: Wie funktioniert Ihr Fondskonzept?
Gordon Grundler: Wir investieren in Objekte in Mittelzentren, die für Bewohner attraktiv sind und die sich weiterentwickeln lassen. Unser Fonds heißt nicht umsonst ImmoChance Deutschland 7 Renovation Plus: Wir kaufen nicht nur Objekte wir investieren auch. Insbesondere ökologische Sanierungen und altersgerechte Renovierungen stehen bei uns auf dem Plan. Manchmal lässt sich mit kleineren Veränderungen am Grundriss oder auch am Dach sogar zusätzlicher Wohnraum gewinnen. Da wir seit vielen Jahren Erfahrungen mit diesem Ansatz haben, wissen wir, wie und wo sich Werte heben lassen.
Immobilientutor: Klingt nach Luxussanierung…
Gordon Grundler: Das ist es gerade nicht! Wir renovieren unsere Objekte in der Regel Schritt für Schritt und während natürlicher Leerstände oder in Absprache mit den Mietern. Energetische Sanierungen, die wir durchführen, machen sich zudem positiv bei den Nebenkosten bemerkbar. In der Regel bleiben Altmieter auch weiterhin in den Wohnungen. Eine Wohnung, die auf dem neuesten Stand ist und Lebensqualität bietet, ist einfach das bessere Investment. Insbesondere dann, wenn es an den Verkauf geht.
Immobilientutor: Wo Sie gerade den Verkauf von Objekten ansprechen. Wie lange sind Objekte im Schnitt in Ihrem Bestand und wie können Anleger von Ihrem Ansatz profitieren?
Gordon Grundler: Wir kaufen Immobilien mit einem Anlagehorizont von etwa fünf Jahren. Unsere Kunden können ab 5.000 Euro Anteile unseres Publikums-AIF kaufen und partizipieren damit direkt an unserer Strategie. Während der Laufzeit des Fonds kaufen wir interessante Immobilien, entwickeln diese und verkaufen sie anschließend. Investoren profitieren einerseits von unserer Erfahrung mit Immobilien, streichen Mietzinsen ein und sind natürlich auch am Verkaufserlös inklusive Preisaufschlägen beteiligt. Damit lassen sich attraktive und ziemlich gut kalkulierbare Renditen erwirtschaften.
Immobilientutor: Welche Zielrendite im Jahr ist realistisch?
Gordon Grundler: Konservativ planen wir für unseren ImmoChance Deutschland 7 Renovation Plus mit 6,5 Prozent p. A.
Immobilientutor: Was spricht für Immobilienfonds und gegen Direktinvestments?
Gordon Grundler: Immer mehr! Seit 2013 haben Emissionshäuser die Möglichkeit, so genannte Publikums-AIF aufzulegen. Diese neue Regulierungsform verspricht Investoren größtmögliche Transparenz und eine stete Überwachung durch die BaFin. Geschlossene Beteiligungsformen im AIF-Mantel sind genauso reguliert, wie jeder andere Publikumsfonds. Das überzeugt immer mehr Anleger. Hinzu kommen die geringen Investitionssummen und der Diversifikations-Effekt. Statt auf ein Objekt in einer Stadt investieren Kunden des ImmoChance Deutschland 7 Renovation Plus in vielerlei Objekte in ganz Deutschland. Das Risiko wird so gestreut. Hinzu kommt, dass wir seit Jahren unter Beweis stellen, wie man mit Immobilien nachhaltig Renditen erzielen kann.

Über Gordon Grundler

Gordon Grundler blickt auf eine langjährige Karriere als Berater, Teamleiter und Trainer im Finanzdienstleistungssegment zurück. Seit 2007 ist er zunächst als Aufsichtsratsvorsitzender und später als Mitglied des Vorstandes für den Mannheimer Immobilienentwickler Primus Valor zuständig. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Finanzen, Produktentwicklung und Unternehmensbeteiligungen.

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