Hauskauf ganz einfach

Teil 3/4: Der Kauf

Sie haben ein Traumobjekt in der Zeitung oder im Internet gefunden? Meistens haben Sie ein Foto, den Stadtteil und weitere Informationen. Recherchieren Sie. Fragen Sie Nachbarn und ermitteln den Eigentümer. In der Gegend in der Sie kaufen möchten, kleben Sie in den Supermärkten Zettel mit Ihrer Telefonnummer an das schwarze Brett oder an die Alleebäume. Drucken Sie sich eine neutrale Visitenkarte mit Adresse und Telefon und gehen Sie in der gewünschten Wohnlage spazieren. Wenn Sie einen Mieter oder Hausbesitzer treffen, übergeben Sie die Karte und erklären, daß Sie umziehen möchten. Eventuell kennt der Angesprochene einen Vermieter oder Verkäufer. So besteht die Chance, daß Sie zu Objekten gelangen, die noch gar nicht auf dem Markt sind. Wer so agiert spart mit wenig Einsatz die Courtage und manchmal auch einen großen Brocken vom Kaufpreis.
Die Erfahrung lehrt, daß die Eigentümer im ersten Schritt versuchen, selbst zu verkaufen. Gelingt dies nicht, dann werden Makler beauftragt, die dann die meist überzogenen Forderungen durchsetzen sollen. Irgendwann findet sich ein Dummer. Sie wissen schon.
Natürlich lassen sich nicht alle Makler auf die überzogenen Forderungen ein. Gute Makler lehnen den Auftrag einfach ab, weil letztlich der Markt mit Angebot und Nachfrage den Preis bestimmt.

Der Preis stimmt

Profieinkäufer verhandeln so lange bis der Preis stimmt. Der Preis stimmt erst dann, wenn die Miete bei Vollfinanzierung die monatliche Rate und die Kosten deckt. Jeder Cent, den Sie mehr bezahlen, ist ein Tribut an einen emotionalen Wert. Wir alle wissen, daß für eine Villa an der Elbchaussee in Hamburg mehr bezahlt wird, als nötig, weil es ein Privileg ist, dort zu wohnen. Es gibt ein begrenztes Angebot und das erhöht die Preise. In diesem Markt sind Immobilien Kunstobjekte und deren realen Sachwert kann niemand genau schätzen. Profieinkäufer zeigen sich deshalb an diesen Werten nicht interessiert, es sei denn, daß ein Schnäppchen gemacht werden kann. Schnäppchen funktionieren so: Einkauf um 19.00 Uhr und Verkauf um 20.00 Uhr mit 20 % Profit. Leider gibt es wenige solche Schnäppchen.
Prüfen Sie genau, welche Investitionen Sie zusätzlich zum Kaufpreis noch leisten müssen, um einzuziehen. Manchmal muß renoviert werden. Manchmal wollen Sie sanieren oder auch umbauen. Am besten ist es, wenn das Haus sofort genutzt werden kann und keine weiteren Kosten anfallen. Dies ist in der Praxis selten gegeben, eine Renovierung allzu oft erforderlich. Schätzen Sie die Kosten der Renovierung mit einem Profi und holen Sie Angebote ein. Versuchen Sie die Kosten der Renovierung vom Kaufpreis abzuziehen. Dieses Begehren funktioniert sehr selten, ist allerdings ein Teil der Preisverhandlungsmasse. Ein weiterer Teil der Preisverhandlungsmasse sind die Kosten der Beurkundung und weitere Abwicklungskosten. Auch die schnelle Übergabe kann ein wichtiger Vorteil sein. Je schneller Sie einziehen können, umso schneller ist die Doppelbelastung aus Rate und alter Miete Geschichte.

Am besten können Sie verhandeln, wenn Sie über Geld verfügen

Sofort Geld ist doppelt Geld und wenn Sie solvent sind, dann sind Sie nicht einer dieser Schwätzer, sondern ein Käufer und Ihr Wort hat Gewicht. 250.000 € und keinen Cent mehr. Rufen Sie jetzt Ihren Notar an und machen Sie einen kurzfristigen Termin. Sie haben in 4 Wochen das Geld auf dem Konto. Machen wir das Geschäft? Geld öffnet viele verschlossene Türen. Es ist selten die Höhe, sondern meistens die schnelle Verfügbarkeit. Der Verkäufer wartet schon so lange auf das heiß ersehnte Geld, daß 10.000 € bei 260.000 € Kaufpreis selten eine große Rolle spielen. Verknappen Sie das Angebot: „Wenn Sie nicht bis morgen gegen 15.00 Uhr angerufen haben, kaufe ich ein anderes Angebot.“ Es gibt genügend Angebote und Käufer, die entscheiden können. Keine Kompromisse.

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