Sie haben ein Traumobjekt in der Zeitung oder im Internet gefunden? Meistens haben Sie ein Foto, den Stadtteil und weitere Informationen.
Recherchieren Sie. Fragen Sie Nachbarn und ermitteln den Eigentümer. In der Gegend in der Sie kaufen möchten, kleben Sie in den Supermärkten Zettel
mit Ihrer Telefonnummer an das schwarze Brett oder an die Alleebäume. Drucken Sie sich eine neutrale Visitenkarte mit Adresse und Telefon und gehen
Sie in der gewünschten Wohnlage spazieren. Wenn Sie einen Mieter oder Hausbesitzer treffen, übergeben Sie die Karte und erklären, daß Sie umziehen
möchten. Eventuell kennt der Angesprochene einen Vermieter oder Verkäufer. So besteht die Chance, daß Sie zu Objekten gelangen, die noch gar nicht
auf dem Markt sind. Wer so agiert spart mit wenig Einsatz die Courtage und manchmal auch einen großen Brocken vom Kaufpreis.
Die Erfahrung lehrt, daß die Eigentümer im ersten Schritt versuchen, selbst zu verkaufen. Gelingt dies nicht, dann werden
Makler beauftragt, die dann die meist überzogenen Forderungen durchsetzen sollen. Irgendwann findet sich ein Dummer. Sie wissen schon.
Natürlich lassen sich nicht alle Makler auf die überzogenen Forderungen ein. Gute Makler lehnen den Auftrag einfach ab,
weil letztlich der Markt mit Angebot und Nachfrage den Preis bestimmt.
Der Preis stimmt
Profieinkäufer verhandeln so lange bis der Preis stimmt. Der Preis stimmt erst dann, wenn die Miete bei Vollfinanzierung die monatliche Rate
und die Kosten deckt. Jeder Cent, den Sie mehr bezahlen, ist ein Tribut an einen emotionalen Wert. Wir alle wissen, daß für eine Villa an der
Elbchaussee in Hamburg mehr bezahlt wird, als nötig, weil es ein Privileg ist, dort zu wohnen. Es gibt ein begrenztes Angebot und das erhöht die
Preise. In diesem Markt sind Immobilien Kunstobjekte und deren realen Sachwert kann niemand genau schätzen. Profieinkäufer zeigen sich deshalb an
diesen Werten nicht interessiert, es sei denn, daß ein Schnäppchen gemacht werden kann. Schnäppchen funktionieren so: Einkauf um 19.00 Uhr und
Verkauf um 20.00 Uhr mit 20 % Profit. Leider gibt es wenige solche Schnäppchen.
Prüfen Sie genau, welche Investitionen Sie zusätzlich zum Kaufpreis noch leisten müssen, um einzuziehen. Manchmal muß
renoviert werden. Manchmal wollen Sie sanieren oder auch umbauen. Am besten ist es, wenn das Haus sofort genutzt werden kann und keine weiteren
Kosten anfallen. Dies ist in der Praxis selten gegeben, eine Renovierung allzu oft erforderlich. Schätzen Sie die Kosten der Renovierung mit einem
Profi und holen Sie Angebote ein. Versuchen Sie die Kosten der Renovierung vom Kaufpreis abzuziehen. Dieses Begehren funktioniert sehr selten, ist
allerdings ein Teil der Preisverhandlungsmasse. Ein weiterer Teil der Preisverhandlungsmasse sind die Kosten der Beurkundung und weitere
Abwicklungskosten. Auch die schnelle Übergabe kann ein wichtiger Vorteil sein. Je schneller Sie einziehen können, umso schneller ist die
Doppelbelastung aus Rate und alter Miete Geschichte.
Am besten können Sie verhandeln, wenn Sie über Geld verfügen
Sofort Geld ist doppelt Geld und wenn Sie solvent sind, dann sind Sie nicht einer dieser Schwätzer, sondern ein Käufer und Ihr Wort hat
Gewicht. 250.000 € und keinen Cent mehr. Rufen Sie jetzt Ihren Notar an und machen Sie einen kurzfristigen Termin. Sie haben in 4 Wochen das
Geld auf dem Konto. Machen wir das Geschäft? Geld öffnet viele verschlossene Türen. Es ist selten die Höhe, sondern meistens die schnelle
Verfügbarkeit. Der Verkäufer wartet schon so lange auf das heiß ersehnte Geld, daß 10.000 € bei 260.000 € Kaufpreis selten eine große
Rolle spielen. Verknappen Sie das Angebot: „Wenn Sie nicht bis morgen gegen 15.00 Uhr angerufen haben, kaufe ich ein anderes Angebot.“ Es gibt
genügend Angebote und Käufer, die entscheiden können. Keine Kompromisse.