Immobiliensektor ist wichtiger als Automobilbranche
Unter diesem Titel referierte im Oktober 2005 das Magazin für die Wohnimmobilien-Wirtschaft über die von der Gesellschaft für
Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V. (gif)
veröffentlichten Studie "Die
volkswirtschaftliche Bedeutung der Immobilienwirtschaft".
Auch wir möchten dieses Thema aufgreifen und erfahren in der täglichen Auseinandersetzung mit den entscheidungsrelevanten
und zum Teil ortsgebundenen Themen der Immobilienbranche, daß die volkswirtschaftliche Bedeutung der Immobilienwirtschaft sowohl statistisch wie
auch wissenschaftlich eher stiefmütterlich behandelt wird.
Laut Gutachten sei dies unverständlich, zumal über 80 % des deutschen Nettoanlagevermögens in Bauten gebunden sind.
Auch bei den privaten Vermögen in Deutschland sind etwa 40 % des Nettovermögens in Immobilien und vergleichsweise geringe 4 % in Aktien
investiert. Die Bedeutung allein des Wohnsektors werde bei den Ausgaben der privaten Haushalte mehr als deutlich. So entfällt etwa ein Drittel des
privaten Konsums auf Wohnungsausgaben. Trotzdem gibt es keine offiziellen Zahlen darüber, wieviele Wohnungen es wo gibt oder wieviele Bürogebäude
bzw. wieviele Handelsflächen sich wo in Deutschland befinden. Der Anteil des Immobiliensektors an der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung
wird laut Gutachten auf ca. 17 % geschätzt. Das heißt, ungefähr jeder sechste Euro in Deutschland wird von Dienstleistern oder Produzenten der
Bau- und Immobilienwirtschaft erwirtschaftet.
Viele beeindruckende Zahlen hat die ifo-Studie auf knapp 200 Seiten zusammengetragen und komplex und kritisch die
volkswirtschaftliche Bedeutung der Bau- und Immobilienwirtschaft untersucht, analysiert und belegt.
Die Immobilienbranche ist in den letzten Jahren immer professioneller geworden. Portfolios werden regelmäßig bewertet und
die Performance gemessen. Dennoch sind Vergleiche zwischen den einzelnen Immobilien kaum möglich, weil jeder seine Kennzahlen anders berechnet und
es große Daten- und Erkenntnislücken gibt, die zu gravierenden Fehlentscheidungen privater und institutioneller Investoren oder Nutzer führen
können. Dies ist angesichts der wachsenden volkswirtschaftlichen Bedeutung der Immobilienwirtschaft laut Studie ein unhaltbarer Zustand.
Das Gutachten soll nun helfen, Licht ins Dunkel der Branche zu bringen. Denn eins ist gewiß, private und istitutionelle
Investoren und Nutzer müssen sich angesichts der wachsenden volkswirtschaftlichen Bedeutung der Immobilienwirtschaft auf gesicherte Fakten und
Daten stützen können.
SonderheftDas ifo-Gutachten kann als Sonderheft der von der Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V. (gif) herausgegebenen Zeitschrift für Immobilienökonomie (ZIÖ) über www.gif-ev.de zum Preis von 49 Euro plus 7 % Mehrwertsteuer bezogen werden.Artikelinformationen:
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Die Immobilientrends des beginnenden 21. Jahrhunderts zu erfassen, die dahinterliegende Dynamik zu begreifen und die Ereignisse in Frage stellen,
d. h. das Eigenleben der immer komplexer werdenden Immobilienwirtschaft zu ergründen, darin, so meine ich, besteht die Zielsetzung im Rahmen
meiner Aktivitäten für den Immobilientutor. Auf das Sie in einer zum Teil unüberschaubaren Immobilienwelt wieder die Übersicht gewinnen.
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