Studie: Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Immobilienwirtschaft

Teil 5/7: Abschätzung des fiktiven Bewirtschaftungspotenzials

Kurzfassung des Gutachtens des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung e. V. an der Universität München

Dr. Volker Rußig

Leiter Fachgebiet Bautätigkeit und Immobilien
im Bereich Humankapital und Strukturwandel
Die Eigentümer und / oder die Nutzer der Grundstücke und Bauwerke sowie die Betreiber bewirtschaften ihre Immobilienbestände häufig in Eigenregie. Die Bewirtschaftung der Gebäude und Tiefbauten erfolgt also nur zum Teil über den Markt. Produktionswert und Bruttowertschöpfung werden insoweit statistisch nicht erfasst und deshalb nicht dem Immobiliensektor zugeordnet.
Wenn die Bewirtschaftungsleistungen nicht überwiegend in Eigenregie erfolgten, sondern vollständig über den Markt bezogen würden, so ergäben sich für den Immobiliensektor rechnerisch wesentlich höhere Umsatz- und Wertschöpfungszahlen. Im Rahmen dieser Studie wurde deshalb ein fiktiver Bewirtschaftungsumsatz geschätzt.
Der hierzu aus DID-Daten berechneten Netto-Bewirtschaftungs-Koeffizient liegt in einer Spannbreite von 0,8 % bis 1,2 % pro Jahr. Daraus ergibt sich für 2003 bezogen auf das Nettoimmobilienvermögen ein fiktives Bewirtschaftungspotenzial zwischen rund 58 und fast 87 Mrd. €.
Vergleicht man diese Schätzergebnisse der Bewirtschaftung für die Marktlösung von Immobilien mit dem Umsatz der statistischen Untergruppe „Verwaltung“ ( rund 10 Mrd. €), so erreichen die hypothetischen Erlöse aus der Bewirtschaftung von Immobilien mit den niedrigen, aber realistischen Koeffizienten-Werten das Sechs- bis Siebenfache der statistisch erfassten Umsätze.

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Das ifo-Gutachten kann als Sonderheft der von der Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V. (gif) herausgegebenen Zeitschrift für Immobilienökonomie (ZIÖ) über www.gif-ev.de zum Preis von 49 Euro plus 7 % Mehrwertsteuer bezogen werden.

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