Diese, in Zeiten in denen Flexibilität und Mobilität gepredigt werden, scheinbar widersprüchliche Überschrift, bewahrheitet sich trotz allem
zunehmend. Denn befragt man Finanzexperten zum Thema Eigentumswohnungen, erhält man erstaunliche Antworten: Nicht schnöde und langweilig sei das
Eigenheim, nein, vielmehr sprechen Profis von einer sehr rentablen „Doppellösung“. Was es mit diesem Begriff auf sich hat und wieso Wohneigentum
immer eine Überlegung wert sein sollte, wird in diesem Artikel erklärt und an Hand von Beispielen erläutert.
Lassen Sie sich nicht von Krediten abschrecken
Das erste Beispiel ist von unserem Experten
Walter Müller. Man stelle
sich eine Mietwohnung vor: Vier Zimmer, 90 m² bei einer monatlichen Kaltmiete von 700 Euro. Auf das Jahr hochgerechnet beträgt die Mietbelastung
satte 8.400 Euro. Doch damit nicht genug. Das Wohnen ist ein elementares Bedürfnis des Menschen und muß dem zu Folge auch zeit seines Lebens
erfüllt werden. Legt man nur 40 Jahre Mietkosten zu Grunde, ergibt sich ein Betrag von rund 336.000 Euro. Stetig steigende Mieten sind hier nicht
einmal berücksichtigt, der Betrag dürfte somit noch deutlich höher liegen.
Stellt man diesem Szenario die Eigentumswohnung entgegen, werden einige Unterschiede deutlich. Im Gegensatz zu den
verhältnismäßig kleinen Mietbeträgen, muß man bei der Eigentumswohnung anfangs die gesamte Kaufsumme aufbringen, sei es mittels Eigenkapital oder
durch eine Fremdfinanzierung einer Bank. Doch sollten Interessenten sich nicht durch den anfänglich hohen Kapitalbedarf abschrecken lassen.
Erinnern Sie sich an die bereits erwähnte „Doppellösung“? Durch eine Eigentumswohnung läßt sich zum einen der Bedarf an Wohnraum decken und zum
anderen bieten Immobilien eine gute und sichere Altersvorsorge und die Möglichkeit zum Kapitalaufbau.
Eigentumswohnungen bieten Wohnraum und sind ein intelligenter Sparplan
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Jahr
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Restschuld
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Getilgt
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1
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127.909
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2.091
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5
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118.447
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11.553
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10
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103.702
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26.298
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Ein ausführliches Beispiel können Sie über unseren
Kreditrechner erhalten.
Durch die aktuell sehr niedrigen Zinsen, liegt die monatliche Belastung für Zins und Tilgung meist sogar unter der monatlichen Kaltmiete für
eine entsprechende Wohnung. Nehmen wir an, eine Immobilie, vergleichbar mit der Wohnung aus dem ersten Beispiel, wurde für 150.000 Euro gekauft und
die aufgenommene Kreditsumme betrug 130.000 Euro. Innerhalb von zehn Jahren wurden ca. 26.000 Euro dieser Kreditsumme getilgt. Dieser Betrag liegt
im Übrigen im Bereich der Mietkosten, die im ersten Beispiel angenommen wurden.
Selbst, wenn die Immobilie nach zehn Jahren keine Wertsteigerung erzielt hätte, ist Eigenkapital entstanden. Mit dem
Verkaufserlös von 150.000 Euro kann man die restliche Kreditsumme tilgen und behält einen Überschuß von 46.000 Euro! Das investierte Eigenkapital
von 20.000 Euro wurde also mit ca. 9 Prozent jährlich verzinst. Allemal mehr, als auf dem Sparbuch und zudem wurde der eigene Wohnbedarf gedeckt.
Daher der Begriff der „Doppellösung“. Entgegen der landläufigen Meinung, kann durch Immobilieneigentum bereits nach zehn bis fünfzehn Jahren ein
Vermögensbildungseffekt erzielt werden. Man erspart sich Geld, welches sich viele Menschen, gerade in der heutigen Zeit, ohne eine Immobilie nur
sehr schwerlich hätten ersparen können. Nach 10 Jahren Miete erhält man hingegen keinerlei Gegenwert. Das Wohneigentum ist also auch ein
intelligenter Sparplan!
Wohneigentum ist Mietobjekten grundsätzlich vorzuziehen
Sollte man die Wohnung kürzer als zehn Jahre halten wollen, ergeben sich jedoch Probleme. Gewinne aus Immobiliengeschäften müssen versteuert
werden, wenn die gesetzliche Haltefrist von mindestens zehn Jahren unterschritten wurde. Daher wird empfohlen, eine Immobilie mindestens zehn Jahre
zu halten, doch selbst wenn dies nicht möglich sein sollte und die Immobilie aus privaten oder beruflichen Gründen verkauft werden muß, wird
lediglich der entstandene Gewinn versteuert.
Selbstverständlich ist in jedem Fall individuell zu prüfen, inwiefern die
Finanzierung organisiert werden muß. Dabei sind vor allem verfügbares Eigenkapital, Förderungsgelder des Staates und
unterschiedliche Finanzierungskonzepte der Banken, zu berücksichtigen. In den allermeisten Fällen jedoch, ist eine Eigentumswohnung der Mietwohnung
eindeutig vorzuziehen.