Eigentumswohnungen im Trend

Teil 1/3: Berlin, Hamburg oder München - Eigentumswohnungen bieten viele Chancen

Diese, in Zeiten in denen Flexibilität und Mobilität gepredigt werden, scheinbar widersprüchliche Überschrift, bewahrheitet sich trotz allem zunehmend. Denn befragt man Finanzexperten zum Thema Eigentumswohnungen, erhält man erstaunliche Antworten: Nicht schnöde und langweilig sei das Eigenheim, nein, vielmehr sprechen Profis von einer sehr rentablen „Doppellösung“. Was es mit diesem Begriff auf sich hat und wieso Wohneigentum immer eine Überlegung wert sein sollte, wird in diesem Artikel erklärt und an Hand von Beispielen erläutert.

Lassen Sie sich nicht von Krediten abschrecken

Das erste Beispiel ist von unserem Experten Walter Müller. Man stelle sich eine Mietwohnung vor: Vier Zimmer, 90 m² bei einer monatlichen Kaltmiete von 700 Euro. Auf das Jahr hochgerechnet beträgt die Mietbelastung satte 8.400 Euro. Doch damit nicht genug. Das Wohnen ist ein elementares Bedürfnis des Menschen und muß dem zu Folge auch zeit seines Lebens erfüllt werden. Legt man nur 40 Jahre Mietkosten zu Grunde, ergibt sich ein Betrag von rund 336.000 Euro. Stetig steigende Mieten sind hier nicht einmal berücksichtigt, der Betrag dürfte somit noch deutlich höher liegen.
Stellt man diesem Szenario die Eigentumswohnung entgegen, werden einige Unterschiede deutlich. Im Gegensatz zu den verhältnismäßig kleinen Mietbeträgen, muß man bei der Eigentumswohnung anfangs die gesamte Kaufsumme aufbringen, sei es mittels Eigenkapital oder durch eine Fremdfinanzierung einer Bank. Doch sollten Interessenten sich nicht durch den anfänglich hohen Kapitalbedarf abschrecken lassen. Erinnern Sie sich an die bereits erwähnte „Doppellösung“? Durch eine Eigentumswohnung läßt sich zum einen der Bedarf an Wohnraum decken und zum anderen bieten Immobilien eine gute und sichere Altersvorsorge und die Möglichkeit zum Kapitalaufbau.

Eigentumswohnungen bieten Wohnraum und sind ein intelligenter Sparplan

Beispiel Baufinanzierung
Kreditsumme 130.000 Euro
Effekt. Jahreszins 5 Prozent
Nominalzins 4,889 %
Monatl. Rate 700 Euro
1,57 % anfängl. Tilgung, letzte Rate 395,41 €
Laufzeit 29 Jahre
Gesamtaufwand 243.295 Euro
Summe aus Zinsen und Tilgung
Jahr Restschuld Getilgt
1 127.909 2.091
5 118.447 11.553
10 103.702 26.298

Ein ausführliches Beispiel können Sie über unseren Kreditrechner erhalten.
Durch die aktuell sehr niedrigen Zinsen, liegt die monatliche Belastung für Zins und Tilgung meist sogar unter der monatlichen Kaltmiete für eine entsprechende Wohnung. Nehmen wir an, eine Immobilie, vergleichbar mit der Wohnung aus dem ersten Beispiel, wurde für 150.000 Euro gekauft und die aufgenommene Kreditsumme betrug 130.000 Euro. Innerhalb von zehn Jahren wurden ca. 26.000 Euro dieser Kreditsumme getilgt. Dieser Betrag liegt im Übrigen im Bereich der Mietkosten, die im ersten Beispiel angenommen wurden.
Selbst, wenn die Immobilie nach zehn Jahren keine Wertsteigerung erzielt hätte, ist Eigenkapital entstanden. Mit dem Verkaufserlös von 150.000 Euro kann man die restliche Kreditsumme tilgen und behält einen Überschuß von 46.000 Euro! Das investierte Eigenkapital von 20.000 Euro wurde also mit ca. 9 Prozent jährlich verzinst. Allemal mehr, als auf dem Sparbuch und zudem wurde der eigene Wohnbedarf gedeckt. Daher der Begriff der „Doppellösung“. Entgegen der landläufigen Meinung, kann durch Immobilieneigentum bereits nach zehn bis fünfzehn Jahren ein Vermögensbildungseffekt erzielt werden. Man erspart sich Geld, welches sich viele Menschen, gerade in der heutigen Zeit, ohne eine Immobilie nur sehr schwerlich hätten ersparen können. Nach 10 Jahren Miete erhält man hingegen keinerlei Gegenwert. Das Wohneigentum ist also auch ein intelligenter Sparplan!

Wohneigentum ist Mietobjekten grundsätzlich vorzuziehen

Sollte man die Wohnung kürzer als zehn Jahre halten wollen, ergeben sich jedoch Probleme. Gewinne aus Immobiliengeschäften müssen versteuert werden, wenn die gesetzliche Haltefrist von mindestens zehn Jahren unterschritten wurde. Daher wird empfohlen, eine Immobilie mindestens zehn Jahre zu halten, doch selbst wenn dies nicht möglich sein sollte und die Immobilie aus privaten oder beruflichen Gründen verkauft werden muß, wird lediglich der entstandene Gewinn versteuert.
Selbstverständlich ist in jedem Fall individuell zu prüfen, inwiefern die Finanzierung organisiert werden muß. Dabei sind vor allem verfügbares Eigenkapital, Förderungsgelder des Staates und unterschiedliche Finanzierungskonzepte der Banken, zu berücksichtigen. In den allermeisten Fällen jedoch, ist eine Eigentumswohnung der Mietwohnung eindeutig vorzuziehen.

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Über den Experten

Walter Müller
Bankkaufmann
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