Was Sie über Photovoltaik wissen sollten

Teil 3/3: Berechnung der Wirtschaftlichkeit und Checkliste

6. Die meisten Photovoltaikanlagen sind wirtschaftlich, weil über das Einspeisegesetz jeder Besitzer einer Photovoltaikanlage über einen Zeitraum von 20 Jahren + dem Jahr der Erstinstallation eine garantierte Vergütung für seinen in das Netz eingespeisten Strom erhält. Diese Tarife sind festgeschrieben und werden von allen Haushaltsstromverbrauchern aufgebracht.
7. Die Ertragsvorausschau wird meistens mit einer umfangreichen Software erledigt. Im Ergebnis dieser Berechnung ergeben sich folgende Daten:
  • PV-Generator-Leistung (installierte Leistung)
  • vom PV-Generator erzeugte Energie, wechselstromseitig (in das Netz einzuspeisende Energie und somit Grundlage für Ertragskalkulation)
    Dieser Betrag wird mit der jeweils geltenden Einspeisevergütung multipliziert.
  • Systemnutzungsgrad (Angabe in Prozent, welche eingestrahlte Sonnenenergie in elektrische Energie umgewandelt werden kann)
  • Performance Ratio (Angabe in Prozent über den Anlagennutzungsgrad)
  • Spezifischer Jahresertrag (der Ertrag an kWh, der durch ein kW installierte Leistung an dem betrachteten Standort erreicht werden kann)
    Dieser Ertrag kann mit Hilfe einer realen Ertragsdatenbank kontrolliert werden.
Die Vergütung kann aus der Tabelle ermittelt werden. Maßgebliche Faktoren sind die Größe der Anlage, das Jahr der Inbetriebnahme und der Standort der Anlage. Handelt es sich beispielsweise um eine Aufdachanlage, die weniger als 30 kW erzeugt und im Jahr 2007 in Betrieb genommen werden soll, so ergibt sich eine Einspeisevergütung von 49,21 Cent/kWh.
In diesem Beispiel werden jährlich 8.481 kWh in das Netz eingespeist. Für diese Einspeisung erhält der Betreiber der Anlage eine Vergütung von
8.481 kWh x 0,4921 € = 4.173,50 €
8. Die Kosten einer Photovoltaikanlage liegen zwischen 4.500 bis 5.000 €/kWp.
9. Der Käufer einer Photovoltaikanlage wird durch die Einspeisung von Strom ein Unternehmer und kann entsprechend agieren. Es kann sinnvoll sein, die sich ergebenen steuerlichen Vorteile zu nutzen. Aufgrund des Rechtsberatungsgesetzes wenden Sie sich bitte bei Fragen an Ihren Steuerberater. <2>Checkliste zum Kauf einer Photovoltaikanlage
  1. Wer plant die Anlage und welche Erfahrung hat der Planer? (Referenz- und Musteranlagen, Vergleich einer Planung mit realem Ertrag)
  2. Welche Module werden angeboten und wie hat sich die Modultechnologie in der Vergangenheit bewährt? (Mono- oder Polykristalline Module, Dünnschichtmodule)
  3. Wer hat die Module produziert und wer gibt die Garantien? (Internationale Konzerne mit deutscher Produktion bzw. Niederlassung)
  4. Welche Wechselrichter werden angeboten und haben diese Wechselrichter Leistungsteile und einen Trafo? (Technologie der Wechselrichter)
  5. Hat der Installationsbetrieb einen Dachdeckermeister für die Dacharbeiten? (Fachgerechte Ausführung der Dacharbeiten)
  6. Hat der Installationsbetrieb einen Elektromeister für die Elektroanschlüsse? (Fachgerechte Ausführung der Elektroinstallationsarbeiten)
  7. Welche Versicherung wird angeboten und wie hat die Versicherung in der Vergangenheit Schäden reguliert? (Spezielle Photovoltaikversicherung mit Erstattung von Ertragsausfällen)
  8. Liefert der Installationsbetrieb eine vollständige Leistung? (Anträge beim Energieversorger, Finanzierungsberatung, Versicherungsberatung, Technologieberatung, Planung und Ausführung, Haftung bei Kaufverträgen durch den Verkäufer)

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