Architektenhäuser

Teil 2/2: Architektenhäuser in Siedlungsform

Architektenhaussiedlung

Ein sonniger Tag in einer Architektenhaussiedlung
Wie sich an obigen Ausführungen leicht nachvollziehen läßt, ist jedes Architektenhaus ein für konkrete Grundstücksbedingungen, Nutzungsanforderungen und finanzielle Möglichkeiten entwickeltes Unikat. Als solches stellt es immer auch hohe Anforderungen an Qualität und Arbeitsaufwand des Architekten. Preislich muß es aber mit Häusern „von der Stange“, die eventuell nicht einmal von Architekten entwickelt wurden, nicht unbedingt ungünstiger sein.
Möglich wird dies durch eine immer häufigere Zwischenform im Markt: die Architektenhaussiedlung. Als höchst sinnvolle Lösung zwischen einzigartigem Architektenhaus und dem Standardhaus aus dem Prospekt gewinnt die von Architekten geplante Siedlung an Bedeutung. Hier wird die gesamte Siedlung ebenso wie das variable Konzept der Häuser bis ins Detail qualifiziert durchgeplant. Der Bauherr erhält ein funktionell und ästhetisch einwandfreies Haus, welches „State of the art“ ist und höchsten Anforderungen genügt. Durch den Einsatz flexibler, vorgeplanter Zusatzbaugruppen kann das Haus auf die konkreten Bedürfnisse des Bauherrn und auf die Lage im Grundstück abgestimmt werden. Dies bezieht sich neben der variablen Größe des Wohnraums, meist von 80 Quadratmetern bis zu 160 Quadratmetern wählbar, vor allem auch auf die enorme Anpassungsfähigkeit des Innenausbaus. Meist wird ein enorm variables Hauskonzept geboten, welches auch hinsichtlich der verwendeten Materialien dem künftigen Nutzer weitgehende Einflußmöglichkeiten läßt.
In der Folge sind die entstehenden Häuser für die Bewohner in der Nutzung, aber auch in der Wirkung auf Besucher originell und einzigartig. Dabei bleiben sie dennoch finanziell unerwartet günstig, da sich die entstehenden Entwicklungs- und Planungskosten auf mehrere hundert Häuser aufteilen. So werden von Architekten durchgeplante Siedlungen zum idealen Kompromiß zwischen flexibler Anpassung an individuelle Wünsche und überschaubarem finanziellen Einsatz. Der Werterhalt dieser Siedlungsgemeinschaften aus einem Guß ist daher in der Regel erfreulich hoch.

Nebeneffekt

Ein Nebeneffekt von Architektenhaussiedlungen ist die Möglichkeit, die Architektenhäuser auch als Einzelbauvorhaben außerhalb der Siedlung einzusetzen. Hier können sie ihre individuellen Vorzüge frei entfalten: Als individuell geplantes Haus mit allen Vorzügen erprobter Serienhäuser, die Preissicherheit und günstigen Baukosten eingeschlossen.
Johannes Gitschel ist ein erfahrener Architekt, der uns mit Informationen für diesen Artikel unterstützte. Er engagiert sich derzeit in einer von ihm durchgeplanten Siedlung in Zepernick bei Berlin, in welcher insgesamt 500 Häuser gebaut werden von denen bereits 350 errichtet sind. Die Anzahl der Zimmer, die Zimmergröße sowie deren Lage und Ausrichtung können hier in erstaunlichem Umfang den Wünschen der künftigen Nutzer entsprechend angelegt werden. Auch Sonderwünsche wie der Einbau einer Sauna oder der Anbau einer Garage sind problemlos ohne zusätzliche Kosten für den Planungsmehraufwand realisierbar. Diese Siedlung in Zepernick stößt auf soviel Interesse, daß jeglicher Werbeaufwand für die Vermarktung unterbleiben kann. Es spricht sich schon von selbst herum, wie überzeugend die Häuser sind. Ein schönes Beispiel für den effektiven und kostengünstigen Einsatz menschlicher Kreativität vereint mit Fachwissen und Erfahrung.

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