So finden Sie den richtigen Immobilienmakler

Teil 1/2: Aufgaben eines Maklers

Makler gibt es wie Sand am Meer, doch um herauszufinden, worauf ein Kunde in jedem Fall achten sollte, haben wir uns ein Unternehmen näher angesehen, das seit Jahren in Berlin, einem der florierendsten Immobilienmärkte Deutschlands, tätig ist. „Schnoor-Immobilien“ ist ein Familienunternehmen, welches sich auf selbstgenutzte Wohnimmobilien in guten Lagen spezialisiert hat. Das Unternehmen konzentriert sich neben der klassischen Eigentumswohnung, auch auf Baugrundstücke, Einfamilienhäuser, Miet- und Zinshäuser oder Gutachten. Innerhalb der langjährigen Geschäftstätigkeit von „Schnoor-Immobilien“, hat sich großer Wissens- und Erfahrungsschatz angesammelt, aus dem uns Steffen Schnoor, Immobilienmakler mit langjähriger Erfahrung im Unternehmen, einen Einblick geben wird. Ziel ist es, das Betätigungsfeld eines Maklers aufzuzeigen und somit Hinweise zu geben, woran der Kunde den guten Immobilienmakler erkennen kann.

„Käufer erwarten individuelle Beratung und gute Vorschläge“

„Hauptaufgabe eines Immobilienmaklers ist es, Käufer und Verkäufer zusammenzubringen.“ Dies ist die gängigste Antwort, die man erhält, wenn man nach dem Tätigkeitsbereich eines Maklers fragt. Doch beinhaltet diese Tätigkeit deutlich komplexere Aufgaben, als es die landläufige Kurzdefinition vermuten läßt. Auf Seiten der Verkäufer hat der Makler die Aufgabe, den zu erwartenden Verkaufserlös zu bestimmen und den Verkäufer bezüglich aller Modalitäten zu beraten und ihm fachlich zur Seite zu stehen. Dabei kann es durchaus sein, daß der gesamte Verkauf kritisch hinterfragt werden muß. Einige Beratungsgespräche haben schon dazu geführt, daß der Verkäufer seine Immobilie schließlich nicht verkauft hat – auch das kann eine natürliche Folge guter Beratung sein.
Auf Seite der Käufer wird dagegen eine gute Auswahl möglicher Objekte erwartet. Sinn und Zweck einer kompetenten Beratung sei nicht, den Käufer mit Angeboten zu überschütten, so Schnoor. Vielmehr ist es die Aufgabe des Maklers, die Wünsche des Kaufinteressenten zu kennen und eine kleine, qualitativ den Anforderungen entsprechende Auswahl zusammenzustellen. Wichtig ist hierbei, die gesamten Lebensbedingungen des Kaufinteressenten zu berücksichtigen und in die Immobiliensuche mit einfließen zu lassen. Ein kompetenter Makler hat die Erfahrung, auch zukünftige Entwicklungen zu antizipieren und bei der Beratung zu berücksichtigen. Der engagierte Makler versteht Beratung umfassend: Sollte ein Kaufinteressent ein Objekt ablehnen, wird ein guter Berater dennoch nach den Gründen fragen. „Aus einem solchen Gespräch erwachsen häufig neue Erkenntnisse, die der Makler dann bei weiteren Vorschlägen berücksichtigen kann“, weiß Schnoor. „Zumal ist gute Beratung als Prozess zu verstehen: Manch ein Interessent entwickelt seine Vorstellungen erst während der Beratung durch den Experten.“

Maklerverbände sorgen für Qualitätssicherung

Sucht man als Privatmann einen Makler und kann nicht auf Erfahrungen oder Empfehlungen zurückgreifen, bieten Branchenverzeichnisse ein breites Angebot. Doch gibt es elementare Kompetenzen, die ein guter Immobilienmakler mitbringen sollte. Das Wichtigste ist selbstverständlich eine fundierte Marktkenntnis. Der Makler muß sich mit der regionalen Situation auf dem Immobilienmarkt bestens auskennen, um realistische Preise zu bestimmen und dem Kunden eine kompetente Beratung zukommen zu lassen. Ohne eine realistische Beratung hinsichtlich des möglichen Preises, wird der Makler Käufer und Verkäufer nicht zusammenführen. Für seine Dienste erhält der Makler eine Provision. Die Höhe variiert von Bundesland zu Bundesland und ist zudem abhängig davon, ob das Objekt im städtischen oder im ländlichen Raum liegt. In Berlin beträgt die durchschnittliche Provision rund 6 Prozent. Es ist sinnvoll, Provisionen in den Kaufvertrag zu übernehmen. So ist die optimale Rechtssicherheit gewährleistet und alle Beteiligten können mit gutem Gewissen den Notar aufsuchen. Auch wenn alle wichtigen Details vertraglich geregelt sein sollten, ist es doch auch wichtig, daß das Vertragswerk transparent ist und etwaige Ungereimtheiten von Seiten des Beraters ausgeräumt werden. „Beiden Vertragspartnern muß der Inhalt des Vertrags zu einhundert Prozent klar sein. Ein guter Immobilienmakler schickt seine Kunden nicht unwissend zum Notar“, betont Schnoor. Ein Immobilienmakler sollte also durchaus beratende Funktionen übernehmen. Im Zweifel sollten sich Kunden nicht scheuen, bei Ungereimtheiten nachzufragen.
Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist es, wenn ein Makler in einem Verband organisiert ist. „Schnoor-Immobilien“ ist Mitglied im „Ring deutscher Makler“. Dies ist ein Berufsverband, der sowohl Maklern, als auch Kunden Vorteile bietet. Seit nunmehr achtzig Jahren sorgt der Verein dafür, daß Mitglieder sich auf Seminaren kontinuierlich weiterbilden können und somit stets die optimale Beratung für den Kunden gewährleistet ist. Doch auch der Kunde wird vom „Ring deutscher Makler“ direkt angesprochen: Durch Öffentlichkeitsarbeit und Informationen für Interessenten, schafft der Verband Transparenz im Immobiliengeschäft und die Mitgliedschaft ist ein Gütesiegel innerhalb der Branche: „Mittlerweile suchen zwei Drittel der Interessenten einen Makler auf, der in einem Maklerverband organisiert ist“, so Schnoor. Was braucht er nun, der gute Makler? Es scheint, als sei neben gutem Fachwissen und Marktkenntnis vor allem Zeit ein wichtiger Faktor. Geht der Makler auf seine Kunden ein, gibt Anregungen und berät sie umfassend, ist er ein guter Makler. Denn gutes Makeln bedeutet nicht nur Käufer und Verkäufer zusammenzubringen – gutes Makeln bedeutet zusätzlich, daß der Kunde auch nach Jahren noch mit dem Immobiliengeschäft zufrieden ist.

Artikelreihe

Artikelinformationen:

spacer spacer
Übersicht | Kontakt | Schlagworte | Links | Nutzungsbedingungen | Impressum