Profitips zur Mietersuche

Teil 1/2: Wohnungsleerstand in Großstädten

Leerstehende Mietwohnung

Leerstehende Mietwohnung
Obwohl Immobilien noch immer als die beste Altersvorsorge gelten, gibt es doch zunehmend leerstehende Mietwohnungen – da wird die Vorsorge schnell zur Belastung für den Vermieter. Die finanzielle Situation vieler Mieter und die allseits geforderte Flexibilität der Arbeitnehmer führen zu häufigen Wohnungswechseln. Immer mehr Beachtung sollte zudem der Problematik der sogenannten „Mietnomaden“ gewidmet werden, wobei es sich hierbei nicht um einen Wohnungswechsel im klassischen Sinne, sondern eher um eine Wohnungs- bzw. Forderungsflucht handelt. Auch im Zuge von „Hartz IV“ sind Mieter verstärkt zum Umzug in günstigere Objekte gezwungen. Daher wird es für Vermieter immer wichtiger, sich aktiv um ihre Mieter zu kümmern und leerstehende Wohnungen schnell wieder zu vermieten.
Große Wohnungsgesellschaften greifen hier gerne auf die Dienste von Profis zurück. Frau Cyrus ist Expertin im Bereich der Mietersuche und -beschaffung und arbeitet eng mit Hausverwaltern zusammen. Dabei geht es nicht nur darum, gekündigte Wohnungen schnell wieder zu vermieten. Treten vermehrt Kündigungen in einem Objekt auf, geht Frau Cyrus den Ursachen auf den Grund und versucht diese, gemeinsam mit den Hauseigentümern oder den Hausverwaltern, zu beseitigen. Mit ihren Kollegen kümmert sich Cyrus um rund 9000 Wohneinheiten.
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„Es lohnt sich, um gute Mieter zu kämpfen“

Einen neuen Mieter zu finden ist nicht sehr schwer, doch einen guten Mieter zu finden, der zudem die vom Vermieter erwartete Miete auch bezahlen kann, ist umso schwerer. Deshalb kann es für den Hausverwalter im Endeffekt kostengünstiger sein, bewährte Mieter im Objekt zu halten, als diese durch neue Mieter zu ersetzen. Diese Möglichkeit sollte in jedem Fall geprüft werden.
Da immer mehr Menschen und insbesondere Singles aus finanziellen Gründen häufig ihren Wohnort wechseln, sind Vermieter darauf angewiesen, mittels alternativer Wohnformen den Leerstand ihrer Objekte zu vermeiden. So bieten Wohngemeinschaften die Möglichkeit, eine Wohnung selbst bei großer Fluktuation kontinuierlich vermietet zu halten. Experten haben die Erfahrung gemacht, daß Wohngemeinschaften ein geeignetes Mittel sind, leerstehende Wohnungen in schlechter Lage zu vermieten. „Da die Kosten für den Einzelnen in einer solchen Gemeinschaft niedriger sind, treten auch seltener Kündigungen auf“, so Cyrus.
Die Gründe für Kündigungen sind zumeist sozialer Natur. Neben dem Alter als klassischem Kündigungsgrund ziehen viele Menschen auch wegen der Miethöhe und der Chance, in einer anderen Region Arbeit zu erhalten, um. Vor einigen Jahren traten finanzielle Probleme kaum als Ursache für Kündigungen auf, mittlerweile hat sich dies aber geändert. Eine höhere Arbeitslosigkeit und die allgemein schlechtere Wirtschaftslage führen dazu, daß Wohnungen vor allem nach Mieterhöhungen gekündigt werden. „Dabei werden die Möglichkeiten von Seiten der Vermieter häufig gar nicht ausgeschöpft“, verdeutlicht Cyrus die Situation. Viele Vermieter nehmen Rücksicht auf die stärker steigenden Durchschnittsmieten und versuchen, die Miete fair zu gestalten. Zudem besteht die Möglichkeit, bei finanziellen Engpässen über die Höhe der Miete zu verhandeln. Wenn dennoch Kündigungen auftreten, ist es die Aufgabe von Vermietern oder eigens engagierten Fachleuten, Nachmieter zu akquirieren.

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Honorata Cyrus
Dipl. Juristin
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